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Biochemie-Studium


Die Wissenschaftsdisziplinen Biologie und Chemie wurden lange Zeit strikt voneinander getrennt betrachtet. Mit dem Vordringen des Menschen in den Mikrokosmos hat sich dieses Bild zunehmend gewandelt. Im Laufe der Zeit entdeckten Wissenschaftler, dass sich Biologie und Chemie in vielen Bereichen nicht nur berühren, sondern ineinander übergehen. Eine der Sternstunden der Biochemie war die Synthese des organischen Harnstoffs im Jahr 1828. Seitdem ist die Bedeutung der Biochemie für die Gesellschaft stetig gewachsen.

Aufgaben in der Biochemie

Besonders für die künstliche Synthese natürlicher Stoffe ist die Arbeit der Biochemiker unerlässlich. Ohne deren Zutun wären viele Produkte der Lebensmittelindustrie nicht denkbar. Ein einfaches Beispiel dafür ist die Käseproduktion: Ohne das Lab aus Kälbermägen wäre an ein Ausfällen des Milcheiweißes nicht zu denken. Um den Bedarf zu decken, hat die Biochemie mittlerweile mikrobielle Ersatzstoffe entdeckt. Daneben arbeiten Biochemiker auch im medizinischen Sektor. In diesem Bereich geht es vor allem darum, wie sich mithilfe von Enzymen oder Proteinen pharmazeutische Wirkstoffe zielgerichtet zum Krankheitsherd transportieren lassen. Oder wie sich die organische Chemie als Mittel zur Behandlung schwerer Krankheiten einsetzen lässt. Ein Beispiel hierfür wäre die Umwandlung von Schweine-Insulin in Human-Insulin.

Biochemiker treten im Alltag zwar selten öffentlich in Erscheinung - ihre Leistungen sind für unser Leben aber umso wichtiger. Zu ihren Hauptaufgaben gehört aber nicht ausschließlich die Suche nach neuen Wirkstoffen. Vielmehr beschäftigt sich die Biochemie mit allen Aspekten der Biologie auf molekularer Ebene - angefangen vom Zellaufbau über den Stoffwechsel bis hin zum Informationsaustausch.

Voraussetzungen für ein Biochemie-Studium

Biochemie ist ein interdisziplinäres Studium, das von angehenden Biochemikern einerseits das naturwissenschaftliche Interesse für Physik und Chemie, anderseits aber auch ein Grundverständnis für die belebte Natur abverlangt und eine gewisse Experimentierfreude voraussetzt. Daneben sollten Biochemiker auch über Grundkenntnisse in den Bereichen Mathematik und Informatik verfügen. Diese werden in zunehmendem Maße auch für das Biochemie-Studium wichtig, da heute kaum ein Labor zur Modellierung von Proteinen oder Enzymen ohne die Unterstützung entsprechender Hard- und Software arbeitet. Gleichzeitig wird von Biochemikern heute die Fähigkeit der internationalen Verständigung verlangt. Daher sollten zumindest grundlegende Englisch-Kenntnisse vorhanden sein, die im Laufe des Studiums mit Kursen zur Fachsprache ausgebaut werden können.

Die Inhalte des Biochemie-Studiums gehen über das Schulwissen aus Physik und Chemie weit hinaus. In den Lehrveranstaltungen wird detailliert Wissen aus verschiedenen Bereichen vermittelt, zu denen die medizinische Biochemie, Proteinchemie, Neurobiochemie und die Enzymologie gehören. Am Ende der Ausbildung sollten Biochemiker in der Lage sein, die molekulare Ebene der Chemie zu verstehen und zu steuern. Das Steuern schließt nicht nur bestehende Verfahren ein, sondern beinhaltet auch die Entwicklung neuer Prozesse.

Berufliche Perspektiven nach einem Biochemie-Studium

Biochemiker kommen dank ihrer breit gefächerten, interdisziplinären Ausbildung in die komfortable Lage, in zahlreiche Berufsfelder einsteigen zu können. Neben der Industrie sind auch Hochschulen immer wieder auf der Suche nach qualifizierten und innovativen Biochemikern. Gleiches gilt für private Forschungsinstitute oder Behörden. Da auch in Zukunft die Biochemie an Bedeutung gewinnen dürfte, rechnet man schon seit längerer Zeit mit einem wachsenden Bedarf an Biochemikern.





 
 
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