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Religionswissenschaft – Studium von Religionen und ihren kulturellen Wechselwirkungen


Die Religionswissenschaft zählt zu den Kulturwissenschaften. Das ist auch ein Grund dafür, dass der Fokus im Rahmen einer religionswissenschaftlichen Ausbildung auch nicht alleinig auf einer Religion, sondern auf den verschiedenen Ausformungen religiösen Glaubens liegt. Wichtig ist dabei u.a. die Frage, wie einzelne Religionen in Wechselwirkung zu anderen kulturellen Teilbereichen stehen. Religionswissenschaftler betrachten, beschreiben und erforschen auch, wie Religionen entstehen und sich verändern. Sie verfolgen dabei nicht das Anliegen, eine Religion als Heilsbringer hervorzuheben. Neben den großen Weltreligionen können auch kleinere Religionen, die lediglich in sehr begrenzten gesellschaftlichen Konstrukten auftauchen, betrachtet werden. Auch Sekten können Gegenstand religionswissenschaftlicher Forschung sein.

Inhaltliche Aspekte eines Religionswissenschafts-Studiums

Neben einer Auseinandersetzung mit spezifisch religionswissenschaftlichen Methoden und Theorien arbeiten Religionswissenschaftler immer auch interdisziplinär. Große Berührungspunkte gibt es naturgemäß mit Disziplinen wie der Soziologie, Ethnologie, Kunstgeschichte, Geschichte und natürlich mit den einzelnen theologischen Fächern wie der Islamwissenschaft, Judaistik, Buddhismuskunde usw. Auch die Einarbeitung in Fremdsprachen, in denen religiöse Texte im Original verfasst sind, kann zu den Ausbildungsinhalten der Religionswissenschaft zählen. Damit wird gewährleistet, dass Originalschriften verstanden und analysiert werden können. Während des Religionswissenschafts-Studiums wird den Studenten in aller Regel die Möglichkeit gegeben, sich auf ein spezifisches Feld der Religionswissenschaften zu spezialisieren.

Voraussetzungen für ein Religionswissenschafts-Studium

Wer erwägt, Religionswissenschaft zu studieren, sollte in jedem Fall ein grundlegendes Interesse an theologischen Fragen mitbringen. Zu dieser Grundvoraussetzung gesellen sich weitere Interessenlagen und Schlüsselqualifikationen, die angehende Studenten aufweisen sollten. Hierzu zählt die Neigung und Bereitschaft, wissenschaftlich zu arbeiten und sich durch Einarbeitung in fachrelevante Literatur unterschiedlichen Forschungsbereichen zu nähern. Auch die Auseinandersetzung mit historischen Quellen kann in der Religionswissenschaft eine wichtige Rolle spielen.

Angehende Religionswissenschaftler sollten zudem tolerant und fähig sein, sich mit Vertretern unterschiedlicher Religionen auf konstruktive Weise zu verständigen. Für sie sind nicht Fragen nach der Richtigkeit religiöser Annahmen wichtig, sondern vielmehr Strukturen und einzelne charakteristische Aspekte unterschiedlicher Religionen. Dabei können sie auch Gemeinsamkeiten von unterschiedlichen Religionen herausarbeiten und erforschen. Studierende werden dabei lernen, dass sie selbst auf Basis ihrer eigenen Kultur arbeiten.

Berufliche Perspektiven nach einem Religionswissenschafts-Studium

Das Wissen um Religion und ihre Traditionen kann vielfältig angewendet werden, da es gesellschaftspolitisch relevant sein kann. Religionswissenschaftler müssen daher nicht zwangsweise eine universitäre Laufbahn einschlagen. Sie können auch in den Medien, in Verlagen, im Kulturmanagement, bei Behörden, in Beratungsstellen und in vielen anderen Berufsfeldern eingesetzt werden. Oft übernehmen sie dabei auch eine beratende Funktion und bieten das notwendige Know-how, um interkulturelle Probleme zu lösen. Da zu Laufbahnen dieser Art aber oft auch Kenntnisse in anderen Bereichen - beispielsweise in der Betriebswirtschaft - gehören, sollten sich Religionswissenschaftler, die eine solche Laufbahn anstreben, frühzeitig um praktische Berufserfahrungen im jeweiligen Tätigkeitsfeld bemühen. Durch Praktika und andere Einblicke in den Berufsalltag verbessern sich die Chancen, nach dem Studienabschluss im gewünschten Berufsfeld tätig zu werden.

Wer eine Laufbahn an einer Hochschule bevorzugt, sollte sich voll und ganz der Forschung und Lehre verschreiben können. Wissenschaftliche Weiterqualifikationen wie die Promotion und Habilitation stehen bei entsprechenden fachlichen Leistungen und Vakanz offen.





 
 
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